Gründerstipendium NRW - Starthilfe für innovative Ideen

Marktlücken schließen und Arbeit erleichtern

Jury des Gründerstipendiums NRW bringt zwei innovative Geschäftsideen auf den Weg

Maren Fischer und Guido Walther haben es geschafft: Sie konnten die Paderborner Jury des Gründerstipendiums NRW mit ihren jeweiligen Ideen überzeugen und erhalten nun ein Jahr lang eine monatliche Unterstützung in Höhe von 1.000 Euro zur Umsetzung ihrer Vorhaben. Profitieren werden davon nicht nur die Stipendiaten selbst. Ihre Produkte sollen Marktlücken schließen und vielen Menschen die Arbeit erleichtern. Die Betreuung des Gründerstipendiums erfolgt in Paderborn über das Netzwerk der GründungsOffensive.

Gründerstipendium.NRW für Maren Fischer: (v.l.) John Mark Hentschel, Volksbank Elsen Wewer-Borchen; Maren Fischer, Gründerin Easypraise; Heike Süß, Wirtschaftsförderung Paderborn; Dr. Claudia Auinger, Industrie- und Handelskammer; Rainer Dörr, Handwerkskammer;
Lena Hartmann, VerbundVolksbank OWL

Maren Fischer möchte mit ihrer App „Easypraise“ ein neues Beurteilungswerkzeug für den Personalbereich schaffen. Das Programm soll es möglich machen, Kolleginnen und Kollegen laufend zu bewerten. Dabei fokussiert sich das Tool nicht rein auf die fachliche, sondern auf die persönliche Ebene. Die Beurteilung, die aktuell in erster Linie der Personalchefin oder dem Personalchef obliegt, wird dadurch auf eine breitere Basis gestellt und durch kollegiales Feedback ergänzt. Die Bewertungen einsehen können allerdings nur die Autorinnen und Autoren selbst sowie die jeweiligen Vorgesetzten. Für die beurteilte Person wird die Bewertung anonymisiert dargestellt. Ihre Idee entwickelte Maren Fischer aus ihrer langjährigen Berufserfahrung als Personalleiterin heraus. Während in vielen Ländern, beispielsweise den USA oder den Niederlanden, vergleichbare Programme und Strukturen bereits weiter verbreitet sind, betritt die 35-Jährige mit „Easypraise“ in Deutschland unternehmerisches Neuland.

Gründerstipendium.NRW für Guido Walther: (v.l.) John Mark Hentschel, Volksbank Elsen Wewer-Borchen;
Heike Süß, Wirtschaftsförderung Paderborn; Guido Walther, Gründer diagATM; Rainer Dörr, Handwerkskammer;
Dr. Claudia Auinger, Industrie- und Handelskammer; Lena Hartmann, VerbundVolksbank OWL

Branchen-Knowhow bringt auch Guido Walther mit. Seine Software „diagPRO” soll in Zukunft eine Marktlücke schließen, die er im Rahmen seiner leitenden Funktion bei Diebold Nixdorf entdeckt hat. 32 Jahre lang arbeitete der 52-Jährige für das IT-Unternehmen und erkannte, dass Service- und Wartungsdienstleister für Geldautomaten für unterschiedliche Geräte verschiedene Software einsetzen müssen. Hier setzt „diagPRO“ an, indem es herstellerübergreifend eingesetzt werden kann. Zudem sollen die Arbeiten durch den Einsatz wie Cloud Computing, Datenverknüpfungen und neue Lernmethoden wesentlich erleichtert werden. Durch Walthers Software sollen Reparaturen schneller und günstiger durchgeführt werden können, was für Endkunden bedeutet, eine höhere Verfügbarkeit der Geldautomaten zu bekommen.

Mit dem Gründerstipendium NRW eröffnet sich für Maren Fischer und Guido Walther jetzt die Chance, ihre innovativen Geschäftsideen auf den Weg zu bringen und in die Gründerszene der Region einzusteigen. Zwölf Monate lang können sie sich dank des Stipendiums voll und ganz auf ihre Idee konzentrieren. Darüber hinaus erhalten sie die Gelegenheit, sich in Gründernetzwerken auszutauschen und sich durch individuelles Coaching begleiten zu lassen. Auch Personen, die bereits ein Unternehmen gegründet haben, dessen Gewerbeanmeldung oder Handelsregistereintrag nicht mehr als zwölf Monate zurückliegt, haben beim Gründerstipendium eine Chance auf Unterstützung. Voraussetzung für die Förderung ist, dass das Unternehmen innovativ ist und dass die Geschäftsidee einer Jury vorgesellt wird. Ideenskizzen dazu können laufend bei der Wirtschaftsförderung Paderborn (WFG) eingereicht werden. Die nächste Jurysitzung der GründungsOffensive Paderborn wird am Montag, 26. August, stattfinden.

Weitere Informationen zum Gründerstipendium NRW gibt es im Internet unter www.go-paderborn.de  sowie bei der WFG, Heike Süß, Tel. 05251-1609064 oder per Mail an heike.suess@wfg-pb.de.